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Kurs mit Stanley Paul auf Gut Ellenbach in Niestetal bei Kassel

Es war Mal etwas ganz anderes. Sowohl für Stanley Paul als auch für die Kursteilnehmer, ob Mensch oder Pferd, gestaltete sich das Wochenende vom 18. bis 19.09.2010 auf Gut Ellenbach in Niestetal bei Kassel nicht nur als Möglichkeit, neue Erfahrungen im Umgang mit dem Pferd vom Boden und Sattel aus zu sammeln, sondern auch, den reiterlichen Horizont erheblich zu erweitern.

Stanley Paul sah sich während seines Kurses neben zwei Paso Finos auch sieben Islandpferden, einem Connemara, einem Haflinger und einem Trakehner gegenüber. Für ihn war das Wochenende (Zitat): „ Eine neue Erfahrung und spannende Herausforderung.“ Auch für alle Beteiligten waren die beiden Tage sehr erfüllend, aufregend und anregend. Noch immer arbeitet der eine oder der andere an dem Erlernten oder baut es weiter aus.

Die zehn Kurs Teilnehmer hatten die Wahl zwischen vier Einheiten vom Boden aus, vier Einheiten im Sattel oder zwei Boden- und zwei Reiteinheiten. Die meisten entschieden sich für die Zwei- und Zwei- Variante. So ging es am Samstag den 18.09. erst einmal mit der Bodenarbeit los. Jeder Teilnehmer erfuhr in 30 min., wie sein Pferd im Hinblick auf das Reiten zu desensibilisieren und seine Vor- und Hinterhand zu mobilisieren ist. Interessant zu beobachten waren die unterschiedlichen und teilweise sehr heftigen Reaktionen einzelner Pferde beim Abklopfen mit dem Strick. Auch das vorne und hinten Übertreten viel dem einen Vierbeiner leichter als dem anderen. Auch wurde den Pferden bereits vom Boden aus die annehmende und nachgebende Zügelführung vermittelt. War die Hand, die den Führstrick locker hielt, gesenkt, hatte das Pferd stehen zu bleiben. Wurde die Hand angehoben musste das Pferd sich in Bewegung setzen. Mit dieser einfachen Technik konnten die Pferde bald ohne Druck und Zug in alle erdenklichen Richtungen geschickt werden.

Nach einer kurzen Mittagspause ging es mit dem Reiten weiter. Einige Kursteilnehmer wunderten sich erst über das ausdauernde Reiten im Schritt. Erschien es erst als langweilig, wurden die Reiter schnell  eines besseres belehrt. Auch das Schrittreiten kann spannend und vielfältig sein. Zügelführung, Zügelnachfassen, Schenkelhilfen, Übungen zum besseren Abkauen etc. standen auf dem Programm. Für viele Pferde war dies ein entspanntes aber dennoch sehr effektives Gymnastikprogramm.

Am Sonntag den 19.09. ging es erneut mit dem Bodenarbeitsprogramm weiter. Kurz wurde das vom Vortag Erarbeitete abgefragt, bei Bedarf noch Mal vertieft, um dann mit anderen Übungen fortzufahren. Sehr eindrucksvoll war hierbei die Einheit mit dem Connemara. Das Pferd sollte erst Mal nur lernen, das Gebiss anzunehmen und darauf zu kauen. Dabei bewegte Stanley Paul nur das Gebiss, indem er es anhob und wieder fallen ließ. Dann nahm er dafür die beiden Zügel  zur Hilfe. Dafür stand er seitlich am Pferdehals und hielt die Zügel über dem Genick des Pferdes.  Danach ritt Stanley Paul das Pferd, um es auf die Schenkel zu sensibilisieren. Hierbei empfahl er, starke und kurze Impulse zu verwenden und das Pferd so lange in Ruhe zu lassen, wie es seine Aufgabe erfüllt.

Am Nachmittag stiegen die meisten wieder in den Sattel, um weiter im Schritt an ihren Hilfen zu arbeiten. Der eine oder andere konnte auch schon den Tölt und den Trab mit einbringen.

Alles in Allem war das Wochenende gelungen und so manch ein Pferd und auch sein Reiter hatten das eine oder andere Aha- Erlebnis. Das beste Beispiel war hier der Haflinger. Raste er anfänglich beim Abklopfen mit dem Strick noch wild im Kreis und kickte gar nach seinem Reiter, ließ er bald die Berührungen zu, selbst die an den Hinterbeinen. 

Vielen Dank an Stanley Paul, für ein wunderbares Kurswochenende


Maren Wiesehöfer

Kassel, den 26.02.2010


Zweiter Kurs mit Stanley Paul auf Gut Ellenbach in Niestetal bei Kassel


Abermals organisierte die Pressewartin des Islandpferdereiter Verein Gut Ellenbach, Maren Wiesehöfer, als letzte Amtshandlung ihrer Vorstandstätigkeit einen Kurs mit Stanley Paul, dem Paso Fino Trainer und Reiter des Gestüts Sternberghof. So fand genau fünf Monate nach dem ersten Kurs ein weiterer auf Gut Ellenbach in Niestetal bei Kassel vom 18. bis zum 20.02. statt. Wieder konnten die Kursteilnehmer zwischen vier Bodenarbeits- und vier Reiteinheiten oder zwei Mal Boden und zwei Mal Reiten wählen.

Vier der neun Teilnehmer waren schon beim ersten Kurs dabei gewesen und freuten sich darauf, an dem Punkt weiter zu arbeiten, an dem sie vor fünf Monaten aufgehört hatten und auf das damals Erlernte und zwischenzeitlich Gefestigte aufzubauen.

Eine der Vier war Monika, die mit ihrer 5 jährigen Islandpferdestute Sunna abermals zwei Bodenarbeits- und zwei Reiteinheiten wählte. Zusammen mit Stanley arbeitete sie an der Geschmeidigkeit ihrer Stute anhand von Vor- und Hinterhandkontrolle über das Übertreten- lassen weiter. Hierbei war sowohl vom Boden als auch vom Sattel aus der Fokus auf Vor- und Hinterhandwendungen gelegt. Aber auch das Reiten von Übergängen stand auf dem Programm.

Tom, der damals mit Lucy an den Start ging, kam diesmal mit Selecta. Sie bot sich als ein geeignetes Lehrpferd an, um Tom in den beiden Bodenarbeitseinheiten auf seine Körperhaltung und –sprache ihr gegenüber aufmerksam zu machen. In den beiden Einheiten unter dem Sattel erlebte Tom, was in seinem Pferd steckte, wenn er, wie vom Boden aus, auch von oben klar, bestimmt und deutlich wurde. Selecta sah sich am Ende in ihre Zeit als Turnierpferd zurück versetzt und zeigte was sie kann. Als Stanley sich letztendlich mal selbst in ihren Sattel begab, war sie in ihrem Element.

Auch die beiden Reitlehrerinnen des Gutes, Nadine Semmler (isländische Bereiterin FT, Pferdewirtin Z & H) und Maren Wiesehöfer (Trainerin B- Reiten, Basissport und Übungsleiterin Prävention, RGS) erwarteten mit Spannung, was der zweite Kurs ihnen und ihren jungen Pferden an neuen Ideen bringen wird. Beide hatten vor ihre Pferde auf gebisslose Zäumung einzustellen. Darauf vorbereitet, brachte Stanley ein paar Modelle des kolumbianischen Bosals mit. Nadine lies sich für ihren Jungspund Brimnir, einen fünf jährigen Islandpferdewallach, gleich ein Bosal anpassen und ritt ihn auf diesem in drei Kurseinheiten.

Nadine nutzte die fünf Monate zwischen den Kursen, um ihren Wallach auf den zweiten Kurs vorzubereiten. Mit dem damals noch etwas rüpelhaften Brimnir übte sie währenddessen anhand der Lektionen, die ihr Stanley im September mit auf den Weg gab, erfolgreich an der Aufmerksamkeit des Wallachs sowohl vom Boden als auch vom Sattel aus. So war Brimnir während des Folgekurses bereits um einiges gelassener und gehorsamer, und die Arbeit mit kolumbianischen Bosal somit ein leichtes Unterfangen. Brimnir nahm die Übungen mit Bosal gerne an und ließ sich auch schon sehr gut auf beiden Seiten damit flexen, stellen und biegen.

Eine Einheit ritt Nadine auf ihren schon routinierteren 10 jährigen Islandpferdewallach Prins, der im letzten Jahr unter Stanleys Anweisungen über Versammlungen und Übergänge mehr auf die Hinterhand gesetzt werden sollte, um mit dieser mehr Last aufzunehmen. Diesmal versuchte Stanley, dasselbe Ziel durch das Angaloppieren aus einer Hinterhandwendung heraus zu verfolgen. Und tatsächlich sprang Prins am Ende kraftvoll und dynamisch in den Galopp.

Auch Maren nutzte die fünf Monate, um ihre nun vier Jahre alte Trakehnerstute, Vita, auf den zweiten Kurs vorzubereiten. Schon im September machte sie Vita während des Kurses mit dem Reitergewicht vertraut. Neben dem festigen der damals vom Boden aus erarbeiteten Übungen, konnte Maren ihre Trakehnerstute in der Zwischenzeit auch an das Reiten mit kolumbianischen Bosal gewöhnen, stellten ihr Christopher und Bianca doch immer wieder die Bosals von Lucy und Selecta zur Verfügung. In den zwei Reiteinheiten konzentrierte sich Stanley dann ganz auf das Vorwärtsgehen, was Vita unter ihrer Reiterin noch sichtlich schwer fiel.  Stanley ließ Maren das innere Hinterbein vortreiben, um so den Schwung von hinten zu entwickeln.

Die beiden anderen Reiteinheiten bestritt Maren auf ihrem DRP- Wallach Dartagnan. Ihn wollte sie mit Stanleys Hilfe von Gebiss auf Bosal umstellen. Dies war auch für Stanley Neuland und deshalb eine interessante und spannende Aufgabe. Zuerst sollte Dartagnan über das Verkürzen der Zügel vom Schritt in den Halt gebracht werden und dabei im Genick nachgeben. Erweitert wurde das Ganze mit dem Rückwärtsrichten nach dem Halt. Versuchte der Ponywallach zuerst noch gegen das Bosal zu drücken, fand er schließlich immer mal wieder den Weg ins Nachgeben.

Die fünf Teilnehmer, die im September nicht dabei gewesen waren, sind aus Neugierde, Mundpropaganda und aufgrund von Erfahrungswerten in Reitstunden bei Nadine und Maren auf den Stanleykurs aufmerksam geworden.

Sabine, die mit Maren während des Reitunterrichts an der Rittigkeit ihres 15 jährigen Haflingerwallachs Nimbus arbeitete, wollte anhand von Bodenarbeit mit Hilfe von Stanley mehr Aufmerksamkeit von ihrem Pferd verlangen. Hierbei legte Stanley v. a. Wert auf Nimbus Gehorsam indem er den Wallach immer wieder durch energisches Zupfen am Knotenhalfter zu sich holte und durch steigernden Druck für anstehende Übungen sensibilisierte. Die beiden Einheiten führten letztendlich dazu, Nimbus mit weniger Druck und Anstrengung zumindest schon Mal in die richtige Richtung bewegen zu können.

 

Gut Ellenbach- Bangen um Existenzen

„Drei bis vier Pferde finanzieren einen Arbeitsplatz“, unterstreicht Karl-Heinz Vollmer, Berater des Kompetenzzentrums PFERD in seiner Analyse „Pferd, ein Wirtschaftsfaktor in Baden Württemberg“. Zudem schaffen Pferde Arbeitsplätze und tragen erheblich zum Wohlbefinden vieler Menschen bei. Sie dienen zur privaten Erholung oder auch für therapeutische Zwecke. Nicht zu vergessen ist die Geschichtsträchtigkeit des Pferdes, begleitet es doch seit Jahrtausenden den Menschen, formt dessen Kultur und ist in vieler Hinsicht an dessen physischen und psychischen Befinden beteiligt.

Gut Ellenbach bietet vielen pferdebegeisterten ein kleines abgeschiedenes Reiterparadies. Hier können Pferdebesitzer auf Sachverstand, Zuverlässigkeit, Erfahrung und Herz der Gutsbesitzer, dem Ehepaar Scheller, bauen und darauf vertrauen, dass ihre Pferde gut und artgerecht versorgt sind. Im Gegenzug gewährleisten u.a. auch die Einnahmen durch die Pensionspferde eine „individuelle Leistung von bester Qualität“ für Pferd und Reiter, die sich nicht nur im „hochwertigen Futter- und Einstreumitteln“ zeigt (www.gutellenbach.de), sondern auch in einer tiergerechten Haltung und einer hervorragenden Reitanlage mit schönen Ausreitmöglichkeiten ins Umland. Das Ehepaar Scheller stellt an sich und ihre Pferdepension hohe Ansprüche. Die Mühen haben sich gelohnt, nämlich u. a. in Form einer Auszeichnung für tiergerechte Pferdehaltung vom Land Hessen. Viel mehr jedoch ist es die Zufriedenheit der Pferdebesitzer für die sich alle Anstrengung rechnet, gibt es doch Pensionspferde, die bereits seit der Übernahme des Gutes durch das Ehepaar Scheller im Sommer 1989 dort untergebracht sind.

Mittlerweile geben auf Gut Ellenbach um die 70 Pferde ihren Besitzern den nötigen Ausgleich zum Alltag. Nach Herrn Vollmer sind damit an die 20 Arbeitsplätze finanziert. Dutzende Hufschmiede, Tierärzte, Pferdezahnärzte, Pferdephysiotherapeuten und Pferdeosteologen sowie einige Sattler haben auch auf Gut Ellenbach ihr regelmäßiges Einkommen. Zudem haben ansässige Vertreiber von Reitsportbedarf und Futtermitteln ihre treuen Abnehmer vom Gut.   

Vier Lehrpferde stehen etwa 50 Reitschülern der Reitschule Gut Ellenbach zur Verfügung und finanzieren die beiden halben Arbeitsplätze der Reitlehrerinnen Nadine Semmler und Maren Wiesehöfer. Mit und auf diesen Pferden erlernen die Schüler unter kompetenten, erfahrenen und geduldigen Händen der Trainerinnen, den Umgang mit dem Pferd und das Reiten. Nicht nur Theorie, Bodenarbeit, Dressur, Gangpferdereiten und Springen sind Lehrinhalte der Schule, die sich als Ziel gesetzt hat, Pferd und Reiter ganzheitlich auszubilden. Ein großer Teil besteht im „Reiten als Gesundheitssport“, was während des Umgangs mit den Pferden und des Reiten immer wieder eingesetzt wird, um die Schüler geistig zu fördern und körperlich zu stärke. Davon profitieren letztendlich auch die Lehrpferde. Außerdem nehmen Frau Semmler und Frau Wiesehöfer auch gerne Pferde in Beritt oder zur Korrektur.

Gut Ellenbach und das Ehepaar Scheller leben zwar für die Pferde, die Pferdepension ist jedoch nur ein Teil des Ganzen. Ein weiteres und weitaus größeres Einkommen bringt die Landwirtschaft mit sich. Nur über den Getreide-, -Rüben und Rapsanbau ist es möglich, das Gut und seine Pferde zu tragen. Aus diesem Grund ist das Ackerland das wichtigste Gut des Ehepaares. Von ihrem Grund und Boden sollen ihnen nun 30 ha von einer Gesamtfläche, die 135 ha beträgt, für die Erweiterung des Gewerbegebietes „Sandershäuser Berg“ inklusive A7- Anschluss genommen werden.

Die Frage, ob es zu dieser Erweiterung kommt oder nicht ist so gut wie beantwortet. Die  Erweiterung und der Autobahnanschluss ist zu einer interkommunalen Sache geworden, „wird doch schon an der Verwirklichung des Projektes gearbeitet, dem … Bouffier (CDU) neuen Schwung gegeben hat.“ (HNA 10.01.12) Die Homepage der Gemeinde Niestetal bestätigt, dass die Gemeinde anhand einer interkommunalen Lösung anstrebt, über die eigenen 25 ha hinaus, auf eine Erweiterung des Gewerbegebietes von insgesamt 85 ha zu kommen. 

Wie dringend an der Verwirklichung der Gewerbegebietserweiterung gearbeitet wird, bezeugt die Tatsache, dass 3,5 ha, die die Gutsbesitzer gepachtet haben, die Hessische Landesgesellschaft (HLG) brennend interessiert, denn „anstatt der 1,10,- Euro bekäme der Verpächter 3,60,- Euro pro Quadratmeter.“ (HNA 10.01.2012) Diese 3,5 ha Ackerfläche liegen außerhalb des geplanten Gewerbegebietes und können lediglich als Ersatz- bzw. Ausgleichsfläche dienen. Die HLG sieht vor, aus diesem Ackerland eine Grünfläche zu machen. Erstaunlicher Weise brach die Gesellschaft im Zuge dessen eine Grünfläche in Ackerland um, die der Familie Schaumburg, den ehemaligen Nachbarn von Gut Ellenbach, über 20 Jahre als Weideland für Kühe diente. Ein solcher Vorgang, langjähriges Weideland in Acker umzuwandeln, ist eigentlich nicht zulässig.

In Anbetracht all der Tatsachen stellt sich die Frage, ob hier wirklich erst noch, wie am 08.12.11 in der HNA zu lesen ist, eine Bedarfsanalyse abgewartet werden soll, bevor die Entscheidung fällt, ob erweitert wird oder nicht. Zudem wird hier anscheinend auch versucht, über den Kopf der Gutsbesitzer hinweg, ein Planungsvorhaben für eine Gewerbegebietserweiterung durchzusetzen, ist das Ehepaar Scheller doch nicht in das Geschehen mit einbezogen worden. „Ohne die 30 ha ist ein Weiterbetreiben des Gutes nicht möglich“ und so wie es aussieht, gibt es für diese Fläche auch „keine naheliegenden geeigneten Ersatzflächen“. (HNA 08.12.11) Das Ehepaar bangt nun um seine Existenz, denn die 135 ha Land werden unbedingt benötigt, um das Gut zu halten.

Eine Umsiedelung, für die sich Familie Schaumburg entschieden hat, steht für die Gutsbesitzer völlig außer Frage. Aufgrund einer Abfindung konnte Familie Schaumburg auf einen adäquaten Hof ziehen, auf dem sie nun Ackerbau betreibt. Mit einer alteingesessenen Felderwirtschaft und Pferdepension ist ein Umzug nicht denkbar. Felder, Stall- und Reitanlagen lassen sich nicht so einfach mitnehmen und Pferdebesitzer schon gar nicht.

So ist bei der Gewerbegebietserweiterung nicht nur die Existenz eines landwirtschaftlichen Betriebs mit Pferdepension gefährdet, sondern auch das Einkommen der beiden Reitlehrerinnen. Denn nicht nur die Reitschule sichert die Existenz von Frau Semmler und Frau Wiesehöfer, sondern auch Pferdebesitzer, die das Angebot vor Ort gerne wahrnehmen, um auf ihren eigenen Pferden einen qualitativ hochwertigen Unterricht zu erhalten.

Nach Karl- Heinz Vollmer „ nehmen Pferde eine bedeutende Stelle als Wirtschaftsfaktor ein.“ Vielleicht sollte auch mal geprüft werden, in wie weit ein LKW- Umschlagsplatz, denn solch einer soll es wohl werden, sich gegenüber einem landwirtschaftlichen Betrieb, der 1758 das erste Mal erwähnt wird und seit über Jahrzenten Pferdehaltung betreibt, wirtschaftlich und kulturhistorisch behaupten kann.

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